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Blick.ch, 2009
Schläger vor Gericht
Nickys (19) Tod schockte die ganze Schweiz. Von drei Männern wird er brutal zusammengeschlagen, stirbt später im Spital.
Sommer 2007. Nicky ist mit seinen Kollegen im Aargauer In-Lokal «Kettenbrücke». Plötzlich wird er von drei jungen Männern angegriffen. Sie prügeln au ihn ein, Nicky geht zu Boden. Doch seine Angreifer treten weiter auf ihn ein. Nicky fällt ins Koma. Zwei Monate später stirbt der 19-Jährige. Sein Tod ist gemäss einem Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin in Bern auf einen Faustschlag gegen den Kopf zurückzuführen.
Nun muss sich einer der Angreifer vor Gericht verantworten. Angeklagt ist der 22-jährige mutmassliche Schläger wegen eventualvorsätzlicher Tötung und Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft fordert für den Schweizer eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Er wird sich im Oktober vor dem Bezirksgericht Aarau für seine Tat verantworten müssen.
Die Polizei nahm 2007 auch zwei damals 19- und 20-jährige Italiener fest.
Es ist ein Aufschrei des Entsetzens. Denn jetzt, fast genau zwei Jahre nach jener schrecklichen Nacht, hat Yvonne Hoheisel erfahren, dass der Hauptverantwortliche am Tod ihres Sohnes, Marcel M. (21), mit der ganzen Kuschel-Kraft der Schweizer Justiz rechnen darf. Der Staatsanwalt wird nur sechs Jahre Gefängnis beantragen!
Wenn das Gericht dem Antrag folgt, kann Marcel M. nach vier Jahren wieder frei sein. Vielleicht urteilt das Gericht sogar noch milder. Auf freiem Fuss ist Marcel M. bis heute sowieso.
Ist das die gerechte Strafe für den sinnlosen Tod von Nicky?
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