Der Alte hatte den Fall wieder aufgerollt,
nachdem eine junge Amerikanerin als vermisst gemeldet wurde,
die sich am Tag des Familiendramas in Bern aufgehalten hatte
und deren Bild eine verblüffende Ähnlichkeit mit
Marion Nonda zeigte. Obschon sich die Vermisste bald nach
der Ausschreibung in den USA gemeldet hatte, war der Alte
nicht mehr zu stoppen. Seine Theorie war, dass Marion Nonda
sich der Identität dieser Lindsay Ralfton bedient hatte,
um zu verschwinden. Ohne Erlaubnis der Staatsanwaltschaft
ermittelte er weiter und gewann bald die Gewissheit, dass
Marion lebte. Aber niemand glaubte ihm.
Er liess aber nicht locker und reiste in seinen Ferien auf
eigene Faust nach Amerika, wo er prompt auf neue Fakten stiess.
Und ein Telefonanruf aus New Orleans Jahre danach brachte
weitere Gewissheit. Dann aber warf ihn ein Herzinfarkt aus
der Bahn und er musste die Sache ruhen lassen.
Mit wachsendem Interesse hört Lena Bellmann der Erzählung
des Alten zu. Die Verjährung der Straftaten steht kurz
bevor. Als der Alte sie schliesslich bittet, für ihn
eine Reise auf die Bahamas zu unternehmen, sagt sie zu.
Der Urlaub verleiht aber nicht nur Lenas Sexualleben unverhofft
neuen Schwung, er sorgt im ruhigen Hopetown für ungewohnte
Action. Lena ist sich der Gefahr, der sie sich und ihre mitgereiste
Tochter aussetzt, erst bewusst, als es schon fast zu spät
ist. Es sind bittere Erfahrungen, die Lena mit nach Hause
nimmt.
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